Erzählen Sie uns etwas über Ihren Werdegang. Wie sind Sie zum Design gekommen?
JMM // Ich bin in Toulouse geboren und in einfachen Verhältnissen großgeworden. Ich habe einen technischen Background und begann eine Ingenieursausbildung – Flugzeugtechnik –, aber die war sehr spezialisiert. Dann, mit ungefähr 19, habe ich Design entdeckt, und dachte „Oh, was ist denn das? Das ist der perfekte Job, wie Ferien im Club Med! Du kannst Projekte so gestalten, wie du es möchtest – und das für jede Art von Projekten!“
Was bedeutet Design für Sie? Wie ist Ihr Ansatz?
JMM // Für mich ist Design: Du siehst einen Kontext. Es kann ein sehr breiter Kontext sein – oder ein sehr enger. Und du siehst die Eckpfeiler. Diese können kulturell, ökologisch oder ökonomisch sein. Aber es gibt auch viele weitere Eckpfeiler, die sich manchmal widersprechen. Wenn du die Eckpfeiler identifiziert hast, dann ist elegantes Design nur noch das Managen einer einfachen Lösung, die aus allem eine kreative Synthese macht.
Neben Ihrer Designphilosophie scheinen Sie eine sehr klare Lebensphilosophie zu haben. Diese zeigt sich in der Art und Weise, wie Sie Ihr Studio führen.
JMM // Jeder arbeitet heute 24 Stunden am Tag – vor allem kreative Menschen, denn ihr Geist ist ständig in Bewegung. Also, wenn wir schon immer arbeiten, warum dann nicht auch im Urlaub? Also habe ich angefangen, herumzuziehen, im Süden Frankreichs zu leben. Heute bin ich über das iPad Pro mit meinem Team verbunden. Ich kann im Wald arbeiten, auf dem Gipfel eines Berges oder draußen auf dem Meer. So arbeiten wir unglaublich frei, aber eben doch zusammen. Einer ist in Nantes. Die anderen in Paris. Ich bin in St. Paul de Vence. Aber wir sind verbunden. Und das ist alles. Wir teilen dieses Leben und diese Arbeit miteinander. Das Stichwort ist „miteinander“.
Erzählen Sie uns etwas über Ihr letztes Projekt für AXOR.
JMM // Mit der neuen Kollektion AXOR Edge erkunden wir die Welt vollendeter Veredelung. Einzigartigkeit. Abseits des Standards. Wir wollten eine Emotion hervorrufen, indem wir Menschen überraschen. Wenn Qualität ein Muss ist, wenn Kompetenz eine Verpflichtung ist, dann ruckt die Emotion an die erste Stelle. Und so geht es darum, Erfahrungen auszutauschen, wie Top-Architekten und Innenausstatter auf hohem Niveau versuchen, Kunstwerke zu erschaffen. AXOR Edge kann ein Puzzleteil in dieser einzigartigen Komposition sein.
Was war Ihre Inspiration für AXOR Edge?
JMM // In Frankreich hatten wir eine große Tradition der Arts Décoratifs, bei der Architekten mit super-talentierten Handwerkern und Skulpteuren zusammenarbeiteten, um beispielsweise eine Fassadenstruktur zu gestalten. Und wir dachten uns, OK, AXOR ist eine Top-Marke. Also lasst uns mit neuen Herstellungsverfahren ausprobieren, wie Armaturen nicht nur gegossen und poliert werden, sondern wie sie zu Skulpturen werden können.
What is luxury for you?
JMM ⁄ ⁄ Luxury for me is quality and competence, of course. But in luxury, there is another layer of added value. It’s a layer of culture, of legacy, transposed in a contemporary world. It’s another dimension—one that is not necessary, maybe, but that transmits a culture.
Tell us about the collaboration with AXOR.
JMM ⁄ ⁄ To accomplish a project at this level of demand, resources and even trust—the trust to develop a brand new machinery, precise to one micron—you can only work with a unique partner like AXOR. We are at the level of luxury watchmaking. But at the same time, we are allowing every single customer to choose his individual finish if he wants.
Since graduating from Paris’ ENSCI-Les Ateliers in 1990, Jean-Marie Massaud has worked on projects in a vast range of scales and contexts. From a volcano-inspired football stadium in Mexico to a ‘Manned Cloud’ airship concept for ONERA to award-winning objects for everyday use, his work seeks to renew its subject through a thoughtful reconsideration of the stakes and an instinctive quest for elegance and lightness.
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